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Ludwig-Erhard-Schule Fürth 

 


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Ludwig-Erhard-Schule
Staatliche Berufsschule II
Theresienstraße 15
90762 Fürth
Telefon: 0911/9977 40
Fax: 0911/9977 444

 

 

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Die Universitätsschule in den Fürther Nachrichten

FÜRTH - «Revolutionär», «neues Leuchtturmprojekt für die Wissenschaftsstadt Fürth», «weiterer Meilenstein»: Bei der Präsentation des bayernweiten Modellversuchs «Universitätsschule» an der Ludwig-ErhardSchule (LES) sparten die Gäste nicht mit großen Worten. In der Tat verspricht das Vorhaben zwischen der Berufsschule und der Universität Erlangen-Nürnberg einen komplett neuen Ansatz bei der Lehrerausbildung.
 
Universitätskliniken kennt jeder: Angeleitet von erfahrenen Ärzten, lernen Medizinstudenten während ihres Studiums die Praxis ihres zukünftigen Berufes kennen und vertiefen ihr theoretisches Wissen. Mit der nun vorgestellten Idee einer Universitätsschule knüpft der Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung an der Friedrich-AlexanderUniversität an dieses bewährte Konzept an und will es für die Ausbildung der angehenden Lehrer im Masterstudium verpflichtend umsetzen.
 
Fünf Mentoren
«Wir wollen Praxis und Wissenschaft enger verzahnen», erklärte Lehrstuhlinhaber Professor Karl Wilbers. An der LES werden in den nächsten zwei Jahren 19 Studierende einen halben Tag pro Woche in einem Wechselspiel aus Unterrichtsbeobachtung, Analyse, Eigenversuch und Reflektion lernen. Betreut werden sie von fünf Mentoren aus dem Lehrerkollegium. Für Schulleiter Reinhold Weberpals liegen die Vorteile gegenüber dem bislang üblichen Studium mit anschließendem Referendariat auf der Hand: «Die Studenten kommen mit der Praxis in Berührung und wir als Schule mit der Wissenschaft.» Das Ergebnis sei, wenn sich die Ideen so umsetzen lassen wie geplant, «eine hervorragende permanente Diskussion zwischen Forschung, Lehre und Praxis».
 
Harte Realität
Konkreter wurde Karl Hilbers, dessen Institut eine Anregung des Kultusministeriums aufgegriffen habe. Vorlesungen und Übungen würden im Masterstudium, das auf den Bachelor aufbaut, zu Gunsten von Mentoring, Selbststudium und Blockveranstaltungen an der Uni abgeschafft. «Die Studierenden sind ungewöhnlich oft an den Schulen», so der Professor. Sie treffen somit früher auf die zum Teil zweifellos harte Realität als bislang.
 
Andererseits profitieren auch die Mentoren und mit ihnen die LES, «denn sie werden an den universitären Kenntnisstand herangeführt». Umgekehrt komme die Universität aus ihrem Elfenbeinturm näher an die Praxis. «Wir erhoffen uns neue Ideen und Abschlussarbeiten, die nicht einfach nur in den Bibliotheken verschwinden.»
 
Die fünf Mentoren werden von der Schule für bis zu vier Wochenstunden freigestellt, um sich um die 19 Studierenden zu kümmern. «Die Schulen haben dafür mit einem Riesentempo an ihren Stundenplänen gearbeitet», lobte der Professor deren Engagement. Die Schwierigkeiten bei so einem Pilotprojekt seien vielfältig, fangen bei den unterschiedlichen Starts in Schuljahr beziehungsweise Semester an und hören bei der Finanzierung nicht auf. Von der Staatsregierung sieht sich Wilbers jedenfalls gut unterstützt. «Das Kultusministerium hat eine klare Sehnsucht, etwas zu verbessern», so der Professor. Allerdings seien die Münchner zuweilen weit von der Praxis entfernt.
 
Der Fürther SPD-Landtagsabgeordnete Horst Arnold versprach seine volle Unterstützung für «ein sinnvolles Konzept, das mir einleuchtet». Wichtig sei daneben eine engagierte Öffentlichkeitsarbeit, etwa in Form einer Homepage, um seine Parlamentskollegen zu informieren. «Wenn ich das jedem nämlich persönlich erkläre, heißt es vielleicht, der Arnold will nur Fürth pushen», gab er zu bedenken.
 
Mehrwert für die Wirtschaft
Christian Nowak, Geschäftsführer des IHK-Gremiums Fürth, will vor allem den Mehrwert für die Wirtschaft herausstreichen. «Die Jugendlichen, die als zukünftige Führungskräfte ja an dieser Schule ausgebildet werden, bringen so das Wissen, das Manna der Universität, in ihre Betriebe», hofft Nowak. «Ludwig Erhard als Wissenschaftler und Praktiker hätte dieses Projekt bestimmt goutiert.»
 
Armin Leberzammer
20.11.2009
Quelle: Fürther Nachrichten

 

 
 
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